Lö­se­mit­tel

Pipettenspitzen

Was sind Lö­se­mit­tel?

Als Lö­se­mit­tel wer­den leicht­flüch­ti­ge Stof­fe be­zeich­net, die, wie der Na­me an­deu­tet, den Zweck ha­ben, ei­nen Lack, Far­be, Kleb­stoff und Ähn­li­ches in flüs­si­ger Form zu hal­ten. Nach der Ver­ar­bei­tung soll das Lö­se­mit­tel an die Luft ab­ge­ge­ben wer­den und den Lack da­durch ver­fes­ti­gen.

Vie­le frü­her ver­wen­de­te Lö­se­mit­tel (wie Ben­zol) sind als ge­sund­heit­li­ch sehr re­le­vant ein­zu­schät­zen. Seit In­kraft­tre­ten der Lö­se­mit­tel­ver­ord­nung im Jah­re 2001 (31. BIm­SchV) wur­den vie­le die­ser Stof­fe durch an­de­re er­setzt, die ge­sund­heit­li­ch an­ders, evtl. auch schwä­cher zu be­wer­ten sind. Maß­ge­bend hier­für sind im In­nen­raum die to­xi­ko­lo­gi­schen Be­wer­tungs­richt­li­ni­en des Um­welt­bun­des­amts bzw. die sta­tis­ti­schen Be­wer­tungs­hil­fen der Ar­beits­ge­mein­schaft Öko­lo­gi­scher For­schungs­in­sti­tu­te (AGÖF). Wäh­rend die to­xi­ko­lo­gi­sche Be­wer­tung der Fra­ge nach­geht: Wie gif­tig ist die Stoff­kon­zen­tra­ti­on? be­ant­wor­tet die sta­tis­ti­sche Be­wer­tung die Fra­ge: Ist die Kon­zen­tra­ti­on „nor­mal“?

Für Ar­beits­platz­be­wer­tun­gen greift die Ge­fahr­stoff­ver­ord­nung, de­ren Be­wer­tung auf das MAK-Wer­te-Kon­zept zu­rück­greift.

Sind Far­ben und La­cke „lö­se­mit­tel­frei“ bes­ser?

Der Hin­weis „lö­se­mit­tel­frei“ be­sagt im Grun­de nur, dass die ver­wen­de­ten Lö­se­mit­tel auf Grund des Sie­de­punk­tes nicht in die Ka­te­go­rie „Lö­se­mit­tel“ fal­len.

Das Ab­trock­nen und da­mit das Aus­ga­sen dau­ert län­ger, die Ge­sund­heits­be­las­tung hält län­ger an. Nur für den Ver­ar­bei­ter be­steht der Vor­teil, dass ex­tre­me Spit­zen ver­mie­den wer­den.

Wird als Lö­se­mit­tel Was­ser ver­wen­det, müs­sen dem Ge­bin­de so­ge­nann­te Topf­kon­ser­vie­rer zu­ge­setzt wer­den, um die Halt­bar­keit des Pro­dukts zu ge­währ­leis­ten. Die­se sind ge­sund­heit­li­ch un­ter Um­stän­den pro­ble­ma­ti­sch (sie­he Bio­zi­de).

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